Mehrere Verwundbarkeiten wurden im Linux-Kernel entdeckt:
- CAN-2002-1380: Die Linux-Kernel 2.2.x erlauben lokalen Benutzern,
eine Diensteverweigerung (Absturz) zu verursachen, indem die mmap()-Funktion
mit einem Parameter PROT_READ verwendet wird, um auf nicht-lesbare
Speicherseiten durch die /proc/pid/mem-Schnittstelle zuzugreifen.
- CVE-2002-0429: Die iBCS-Routinen in arch/i386/kernel/traps.c
für Linux-Kernel 2.4.18 und früher auf x86-Systemen erlauben es lokalen
Benutzern, beliebige Prozesse durch eine Schnittstelle für binäre
Kompatibilität (lcall) zu beenden.
- CAN-2003-0001: Mehrere Gerätetreiber für
Ethernet-Netzwerkschnittstellenkarten (NIC) füllen Rahmen nicht mit
mit Null-Bytes auf, was einem entfernten Angreifer erlaubt,
durch fehlerhafte Pakete Informationen aus vorhergehenden Paketen oder
dem Kernel-Speicher zu erhalten.
- CAN-2003-0127: Der Kernel-Modullader erlaubt es lokalen Benutzern,
root-Privilegien zu erlangen, indem ptrace benutzt wird, um an einen
Kind-Prozess anzukoppeln, der durch den Kernel erzeugt wurde.
- CAN-2003-0244: Die Implementation des Route-Cache in Linux 2.4
und das Netfilter-IP-Conntrack-Module erlauben es einem entfernten
Angreifer, eine Diensteverweigerung (durch CPU-Beanspruchung)
auszulösen. Dazu werden Pakete mit gefälschten Absendeadressen
versandt, die eine hohe Anzahl an Hash-Tabellen-Kollisionen
in der PREROUTING-Chain verursachen.
- CAN-2003-0246: Der ioperm-Systemaufruf im Linux-Kernel 2.4.20
und früher beschränkt die Privilegien nicht ausreichend, was lokalen
Benutzern erlaubt, Lese- oder Schreibzugriff auf bestimmte I/O-Ports
zu erlangen.
- CAN-2003-0247: Eine Verwundbarkeit im TTY-Layer des Linux-Kernel
2.4 erlaubt es Angreifern, einen Diensteverweigerung (
kernel oops
)
auszulösen.
- CAN-2003-0248: Der mxcsr-Code im Linux-Kernel 2.4 erlaubt
Angreifern, CPU-Statusregister durch Angabe einer fehlerhaften Adresse zu
modifizieren.
- CAN-2003-0346: Die Behandlung der Wiederzusammensetzung von
TCP/IP-Fragmenten im Linux-Kernel 2.4 erlaubt es entfernten
Angreifern, durch bestimmte Pakete, die eine große Anzahl an
Hash-Tabellen-Kollisionen auslösen, einen Diensteverweigerung
(CPU-Beanspruchung) zu bewirken.
Diese Sicherheitsankündigung stellt aktualisierte
2.2.20-Kernel-Quellcodes und binäre Kernel-Images für die
i386-Architektur bereit. Andere Architekturen und Kernel-Versionen
werden in separaten Ankündigungen behandelt werden.
Für die stable Distribution (Woody) auf der i386-Architektur
wurden diese Probleme in kernel-source-2.2.20, Version 2.2.20-5woody2
und kernel-image-i386, Version 2.2.20-5woody3 behoben.
Für die unstable Distribution (Sid) wurden diese Probleme in
kernel-source-2.2.25 und kernel-image-2.2.25-i386, Version 2.2.25-2
behoben.
Wir empfehlen Ihnen, Ihre Kernel-Pakete zu aktualisieren.
ACHTUNG: Ein Neustart des Systems ist unmittelbar nach der
Aktualisierung notwendig, um den laufenden Kernel zu ersetzen. Denken
Sie daran, die Anweisungen, die Ihnen während der
Kernel-Aktualisierung angezeigt werden, aufmerksam zu lesen und zu
befolgen.
ACHTUNG: Diese Kernel sind nicht binär-kompatibel mit den
vorherigen Versionen. Alle ladbaren Module müssen neu kompiliert
werden, um mit dem neuen Kernel zu funktionieren.